Wirbelsäule

Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose

Bandscheibenvorfall und Spinalkanalstenose sind ein häufiges Krankheitsbild. Bei einem Bandscheibenvorfall handelt es sich um den Austritt von Bandscheibengewebe, bei einer Spinalkanalstenose in der Regel um eine knöcherne Einengung des Wirbelkanals. Beides kann durch Kompression von Nervenwurzel oder des Rückenmarks zu Schmerzen oder neurologischen Ausfällen führen.

Es können verschiedene Abschnitte der Wirbelsäule und dabei entweder nur einen Segment oder auch mehrere Segmente dieses Wirbelsäulenabschnittes betroffen sein. Meist sind es die mobilen Segmente der Hals- und Lendenwirbelsäule.

Radiologisch werden sie durch eine CT (Computertomgraphie) oder eine MRT (Magnet-Resonanz-Tomographie) festgestellt.

Therapeutisch ist bei beginnenden Beschwerden, wie ausstrahlende Schmerzen oder auch Sensibilitätsstörungen (z. B. Taubheitsgefühl, Kribbeln) eine konservative Therapie mit Bettruhe für 2 bis 3 Tage, lokaler Wärme, Medikamenten und physiotherapeutischen Maßnahmen für 4 bis 6 Wochen zu empfehlen.

Bei Therapieresistenz oder Auftreten neurologischer Ausfälle (Lähmungen) ist abhängig vom Schweregrad der Beschwerden eine operative Behandlung zu empfehlen oder notwendig. Eine zunehmende Blasen-Mastdarm-Störung oder ein Querschnittsyndrom erfordern eine notfallmäßige operative Behandlung.