Kyphoplastie

Wirbelkörper nach der OP mit sichtbarer Zementfüllung
Auf dieser Seite möchten wir Sie über ein relativ neues operatives Verfahren zur Behandlung von schmerzhaften Wirbelkörperbrüchen informieren, das Prof. Dr. Huber am Universitätsklinikum Heidelberg seit mehreren Jahren mit sehr großem Erfolg praktiziert und wissenschaftlich untersucht hat.

Eine von ihm geführte Ärztegruppe am Universitätsklinikum Heidelberg hat ca. 1.400 Kyphoplastien durchgeführt (siehe Literatur). Mit einem Kunststoffmaterial oder einem speziellen Biozement konnten gebrochene Wirbelkörper wieder stabilisiert werden. Fast alle Patienten konnten weitgehend von ihren Schmerzen befreit werden und sind erheblich beweglicher als vor dem Eingriff.

Dieses Verfahren können wir Ihnen seit November 2009 am Klinikum Ansbach mit gleicher hervorragender Qualität verlässlich anbieten.

Für wen kommt Kyphoplastie in Frage?
Rückenschmerzen entstehen bei einem Teil der Patienten durch einbrechende Wirbelkörper. In diesen Fällen kann die Kyphoplastie eine schnelle und durchgreifende Beschwerdelinderung bringen, unabhängig davon, wie alt die Wirbelkörperfraktur ist.

Die Anwendungsgebiete sind:

  • akuter schmerzhafter Wirbelkörpereinbruch bei Osteoporose
  • chronisch schmerzhaft eingebrochener Wirbelkörper bei Osteoporose
  • unfallbedingte frische Wirbelkörperfraktur, sofern es sich nicht um einen Berstungs- oder Trümmerbruch handelt (behandelbar sind sogenannte Typ A1.1- und A1.2-Frakturen)
  • bösartige und gutartige Tumoren im Wirbelkörper mit Schmerzen oder drohendem Stabilitätsverlust, z. B. Myelom (Knochenmarksgeschwulst), Hämangiom (Blutgefäßgeschwulst);
  • pathologischer Wirbelkörpereinbruch bei den Knochen auflösenden Knochenmetastasen, die Schmerzen verursachen oder die Stabilität des Wirbelkörpers bedrohen.


Derzeit nicht geeignet ist die Kyphoplastie zur kosmetischen Korrektur einer verkrümmten Wirbelsäule, und sie ist auch nicht sinnvoll bei einem Bandscheibenvorfall.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Prof. Dr. med. Franz-Xaver Huber
Chefarzt
Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie
 
Aktuelle Literatur (Auswahl):
Kyphoplasty for patients with multiple myeloma is a safe surgical procedure: results from a large patient cohort. Huber FX, McArthur N, Tanner M, Gritzbach B, Schoierer O, Rothfischer W, Krohmer G, Lessl E, Baier M, Meeder PJ, Kasperk C. Clin Lymphoma Myeloma. 2009 Oct;9(5):375-80.

1150 kyphoplasties over 7 years: indications, techniques, and intraoperative complications. McArthur N, Kasperk C, Baier M, Tanner M, Gritzbach B, Schoierer O, Rothfischer W, Krohmer G, Hillmeier J, Kock HJ, Meeder PJ, Huber FX. Orthopedics. 2009 Feb;32(2):90.

Kyphoplasty: method for minimally invasive treatment of painful vertebral fractures] Kasperk C, Nöldge G, Meeder P, Nawroth P, Huber FX. Chirurg. 2008 Oct;79(10):944-50, 952-5. German.