Wissenswertes über unsere Abteilung

Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin in der Klinik Dinkelsbühl besteht seit 1979. Entscheidenden Anteil am Aufbau hatte der früh verstorbene Leitende Arzt Dr. Michael Beltle, der mit ungeheurem Engagement für eine sowohl in personeller als auch technischer Hinsicht dem modernen medizinischen Standard entsprechende Ausstattung sorgte. Ihm verdankt die Klinik außerordentlich viel.

Chefarzt der Abteilung ist Dr. Burkhard Kallert. Er ist seit November 2012 der Nachfolger von Dr. Matthias Kubin und setzt dessen Arbeit kontinuierlich fort. 

Leitender Oberarzt Dr. Alfred Böcker ist wegen seines zusätzlichen Pharmaziestudiums ein gefragter Ansprechpartner für alle Kollegen im Hause, wenn es um den Einsatz von Medikamenten, speziell von Antibiotika geht. Wegen seiner Weiterbildung in der Schmerztherapie konnte er wertvolle Konzepte zur Behandlung unserer stationären und ambulanten Patienten entwickeln. Als hygienebeauftragter Arzt überwacht er gemeinsam mit der Hygienefachkraft Eva Scheefer die Einhaltung der einschlägigen Bestimmungen. Außerdem ist er Transfusionsverantwortlicher  Arzt und fungiert als Vorsitzender der Transfusionskommission .

Oberarzt Dr. Stefan Wieser nimmt die Aufgaben des Transplantationsbeauftragten wahr. Zudem verfügt er auf dem Gebiet der Palliativmedizin über eine Weiterbildung und berät auf Wunsch Patienten, Angehörige und Pflegepersonal, wenn es darum geht, einen todkranken Menschen, dessen Leben sich dem Ende zuneigt, auf seinem Weg zu begleiten. Auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin wirkt er als Qualitätsbeauftragter. Er ist Gründungsmitglied des Ethik-Komitees am Verbundklinikum.

Oberarzt Dr. Thomas Seiferlein ist der Obmann der Dinkelsbühler Notärzte und für deren Ausbildung zuständig. Außerdem obliegt ihm die Organisation des innerklinischen  Notfall- und  Schockraummanagements.

Oberarzt Dr. Bernd Zollhöfer ist als OP-Koordinator für die Organisation eines reibungslosen und sicheren Ablaufs des täglichen OP-Betriebes zuständig.

Seit Jahrzehnten bilden wir in unserer Abteilung junge Kollegen und Kolleginnen aus. Fast alle von ihnen sind unserem Fach treu geblieben, viele auch in leitende Positionen an anderen Krankenhäusern gelangt. Besonders stolz sind wir darauf, dass es in all den Jahren reichlich „anästhesiologischen Nachwuchs“ bei unseren Mitarbeitern gegeben hat, was uns zeigt, dass wir durchaus ein familienfreundliches Unternehmen sind.

Intensiv bemühen sich alle Ärzte der Abteilung durch gewissenhafte Planung der operativen Eingriffe und vor allem die Verwendung eines sogenannten Cell-Savers zur Blutwäsche, die Gabe von Fremdblut auf wenige Notfälle zu beschränken. So können selbst große Hüft- und Kniegelenksoperationen in der Regel ohne Transfusionen durchgeführt werden. Die intraoperative und zum Teil auch postoperative Schmerzbehandlung liegt in den Händen der Narkoseärzte. Neueste Erkenntnisse und der Einsatz modernster Technik (u.a. Schmerzkatheter, Schmerzpumpe) sind der Garant dafür, dass kein Patient über das erträgliche Maß hinausgehende Schmerzen erleiden muss.

Auch die werdenden Mütter in der geburtshilflichen Abteilung können von unserem  Angebot profitieren, wenn sie sich für die sog. schmerzarme Geburt durch Anlage eines Periduralkatheters entscheiden. Sollte es doch einmal  zu einem Kaiserschnitt kommen, können die Patientinnen die Geburt ihres Kindes durch die Anwendung einer rückenmarksnahen Betäubung (weltweit das sicherste Verfahren für diesen Zweck) in Anwesenheit des Vaters oder einer anderen Vertrauensperson bewusst miterleben. Es ist etwas ganz Einmaliges, auch bei einer operativen Entbindung den ersten Schrei des Kindes zu hören und es gemeinsam mit dem Vater gleich in den Arm nehmen zu können. Die Erstversorgung des Neugeborenen wird gemeinsam von unseren Geburtshelfern und Hebammen vorgenommen, in Notfällen werden auch die Ärzte der Narkoseabteilung und ein Kinderarzt hinzugezogen.

Im Jahr werden etwa 5000 Anästhesieleistungen erbracht. Es stehen drei Operationssäle und zwei Aufwachräume zur Verfügung, die apparativ bestens ausgestattet sind. Moderne Narkose- und Überwachungsgeräte geben unseren Patienten ein Optimum an Sicherheit. Für die fachlich und menschlich kompetente Betreuung stehen, neben den Narkoseärzten, sechs Anästhesiesiepflegern mit langjähriger Erfahrung unter der Leitung von Roland Kowalzik bereit. In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den operativen Abteilungen gelingt es uns, den Patienten die verständliche Angst zu nehmen und ihnen zu jeder Zeit die Gewissheit zu geben, bei uns in sicheren Händen zu sein.

Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt den jüngsten Patienten, die sich einer Operation unterziehen müssen. Die Verwendung von Beruhigungsmitteln, Schmerzpflastern und vor allem die Anwesenheit der Eltern in der Einschlaf- und Aufwachphase sorgen in der Regel für einen ruhigen und stressarmen Verlauf für alle Beteiligten. Natürlich können Mama und Papa auf Wunsch auch mit Ihrem Kind stationär aufgenommen werden. Dies wird bei kleineren Kindern besonders empfohlen.

Ein Glanzstück unserer Klinik ist sicherlich die helle und freundliche, großzügig ausgestattete Intensivstation. Die übersichtlich gestalten Räume haben große Fenster, die das Tageslicht hereinlassen. Hier können unsere schwerstkranken Patienten medizinisch und pflegerisch hervorragend versorgt werden. Es besteht die Möglichkeit, Patienten, die weitgehend Ruhe und die intensive Zuwendung ihrer Angehörigen brauchen, in abtrennbaren Einzelzimmern unterzubringen.

Rund um die Uhr sind unsere erfahrenen Pflegekräfte  bemüht, nicht nur eine professionelle Pflege zu gewährleisten, sondern, was ebenso wichtig ist, eine Atmosphäre zu schaffen, die den Patienten und Angehörigen die Angst vor einer Intensivstation zu nehmen vermag. So gelingt es unseren Pflegekräften gemeinsam mit den dort tätigen Ärzten, trotz aller notwendigen Technik ein fast familiäres Ambiente zu schaffen. Dazu trägt vor allem auch das hervorragende Arbeitsklima bei. Die meisten Mitarbeiter sind seit Jahren dabei, manche sogar von Beginn an. Wenn man täglich beobachten darf, mit wie viel Fachwissen, Zuwendung, Hingabe, ja sogar Liebe hier behandelt und gepflegt wird, kann man zu Recht stolz auf diese Abteilung sein.

Für unsere Intensivpatienten ist rund um die Uhr ein Arzt verfügbar, der ebenso wie die Pflegekräfte nach Möglichkeit immer als Ansprechpartner für die Angehörigen zur Verfügung steht. Da bei uns Patienten aller Fachrichtungen des Hauses versorgt werden, ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit notwendig. Die täglichen Visiten mit den Kollegen der Chirurgie, Inneren Medizin und bei Bedarf der Gynäkologie-/Geburtshilfe und HNO-Abteilung sind dabei sehr hilfreich. Auch der Rat und die Mitarbeit der niedergelassenen Fach- und Hausärzte sind außerordentlich wichtig für unsere Patienten. Daher sind wir dankbar für diese Hilfe, die uns fast rund um die Uhr zur Verfügung steht.

Eine großzügige Besuchszeitenregelung auf der Intensivstation beweist, wie sehr wir die Nähe der Angehörigen für unsere Patienten wünschen. In vertrauensvoller Atmosphäre werden die Behandlungsmaßnahmen mit ihnen abgesprochen. Immer ist uns dabei das Wohl des Patienten und sein – bei schwerster Erkrankung  eventuell auch nur mutmaßlicher Wille – Leitbild und Verpflichtung. So sind wir davon überzeugt, unseren Kranken eine Versorgung garantieren zu können, die nicht nur dem hohen medizinischen Standard gerecht wird, der heutzutage Selbstverständlichkeit ist, sondern ihnen darüber hinaus auch noch jene menschliche Nähe und Wärme zu bieten, die für die Heilung von eminenter Bedeutung sind. Und dort, wo wir nicht mehr helfen können, möchten wir ein vertrauter und liebevoller Begleiter auf dem Weg sein, den jeder irgendwann gehen muss.

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