Küche

Oft genug wird vergessen, dass eine Klinik nicht nur aus Ärzten, Schwestern und Pflegern besteht. Auch eine gute Verpflegung sorgt für die Zufriedenheit der Patienten.

Die Küche in der Klinik Rothenburg ist so groß wie ein Einfamilienhaus-Grundstück. Auf rund 515 qm werden jeden Mittag 300 Mahlzeiten für Patienten und Mitarbeiter frisch zubereitet.

Der gute Ruf der Küche hat sich herumgesprochen. 31 MitarbeiterInnen kochen dort unter der Leitung von Gerald Wüchner. Bisher einmalig in deutschen Kliniken ist das Angebot der mediterranen Ernährung. Eine 7-Länder-Studie fand bei 60-jährigen Bewohnern der Mittelmeerländer deutlich weniger Krebs und Herz-/Kreislaufleiden. Der Küchenchef dachte sich: Wenn das so positiv ist, sollte man dies in Kliniken anbieten. Was versteht man unter mediterraner Ernährung? Weniger rotes Fleisch, dafür Geflügel und Fisch in kleinen Mengen und dazu viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse. Insgesamt sehr kohlehydratreich.

Ein hoher Prozentsatz der Patienten nutzt das Angebot dieser genussvollen und gesunden Kost. Auch die Anforderungen für Diabetiker werden damit erfüllt. Der Küchendirektor Gerald Wüchner führt auch Kochkurse durch - über 3000 Teilnehmer konnte er schon begeistern. In den Schulen ist der Küchenchef der Rothenburger Klinik ein gern gesehener Gast für Informationsveranstaltungen.

Die Essenswünsche der Patienten werden von Verpflegungsassistentinnen am Bett erfasst. Dadurch werden Pflegekräfte von pflegefremden Leistungen entlastet, eine gezielte Beratung stellt den direkten Kontakt zur Klinikküche her. Das Frühstück kann aus vielen Komponenten zusammengestellt werden. Drei Mittags- und zwei Abendmahlzeiten stehen täglich zur Auswahl: klassische Küche, mediterrane und vegetarische Vollwertkost. Heimische Produkte werden bevorzugt eingekauft. Das hochwertige Olivenöl kommt von einem Familienbetrieb direkt aus Kreta, das verwendete Rapsöl wird aus Unterfranken bezogen. Auch die Nachspeisen werden täglich frisch zubereitet.