Ambulante und stationäre Schmerztherapie aus einer Hand

Schätzungsweise 15 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen oder wiederkehrenden Schmerzen, fünf bis sechs Millionen sind so schwer betroffen, dass ihr Schmerz zur eigenständigen Krankheit geworden ist. Am Klinikum Ansbach kann diesen Menschen sowohl ambulant als auch stationär geholfen werden.


„Moderne Schmerztherapie bedeutet, den Schmerz als Ganzes zu betrachten:So gehören zu den Bausteinen einer ganzheitlichen Schmerztherapie neben der medikamentösen Behandlung auch physikalische und manuelle Therapien, Entspannungsmethoden sowie psychologische Behandlungsansätze“, erläutert Dr. Wolfgang Hilpert, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin sowie der Schmerztherapie am Klinikum Ansbach. Im Rahmen der Behandlung könnten Betroffene lernen, ihren Schmerz zu verstehen, ihn selbst zu beeinflussen und die schmerzbedingte Beeinträchtigung ihres Lebens zu verringern. Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Anästhesie & Schmerztherapie sowie die Klinik für Schmerztherapie am Klinikum Ansbach verfolgen genau diesen Ansatz.

„Ein Team aus erfahrenen Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Fachpflegekräften stimmt den mehrwöchigen Therapieplan auf die individuellen Erfordernisse der Patienten ab und behandelt, berät und begleitet während der gesamten Therapie“ sagt die Leitende Oberärztin der Klinik für Schmerztherapie, Silke Lehmeyer. „An uns wenden kann sich jeder, der mit seiner Schmerzerkrankung nicht zurechtkommt. Unser Ziel ist es, die Patienten zu Experten ihrer eigenen Erkrankung zu machen, die Schmerzen zu lindern und somit die Lebensqualität wieder zu verbessern“, so Silke Lehmeyer.

Den Patienten kommt nun auch eine am Klinikum angesiedelte schmerztherapeutischen Praxis zugute: „Diese erleichtert es uns enorm, die Patienten nach ihrem stationären Aufenthalt auch ambulant weiter zu behandeln“, betont Dr. Hilpert. Unter anderem können dort folgende Krankheitsbilder behandelt werden:

Akute Schmerzen bei speziellen Krankheitsbildern: Herpes-zoster-Neuralgie, Tumorschmerzen, Komplexes Regionales Schmerzsyndrom I + II.

Chronische Schmerzen zum Beispiel bei: chronischen Rückenschmerzen, chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates, chronischen myofaszialen Schmerzen, chronischen Kopfschmerzen, chronischen Gesichtsschmerzen, Stumpf- und Phantomschmerz.

„Auch im ambulanten Bereich ist es unser oberstes Ziel, dass die Patienten ihre chronische Schmerzkrankheit verstehen“, sagt Dr. Ekkehard Trunk, Facharzt für Anästhesie und Schmerztherapeut im MVZ ANregiomed. „Zusammen mit der Bereitschaft der Patienten, sich auf die Therapie einzulassen, können wir die Schmerzen oft stark lindern und damit Lebensqualität zurückgeben“, so Dr. Trunk.

„Die schmerztherapeutische Praxis und die Klinik für Schmerztherapie sind hervorragend vernetzt“, ergänzt Dr. Hilpert. „Die Wege zwischen ambulanter und stationärer Behandlung sind sehr kurz, es findet ein umfangreicher Austausch statt. Unsere stationären Patienten können nach dem Klinikaufenthalt ambulante Nachbehandlung aus einer Hand erhalten. Und unsere ambulanten Patienten profitieren von ambulanter Behandlung auf Klinikniveau.“

Wer mehr über die ambulante und stationäre Schmerztherapie am Klinikum Ansbach erfahren möchte, hat dazu im Rahmen von zwei Vorträgen die Gelegenheit: Am 25. Januar stellt Dr. Ekkehard Trunk die Schmerzambulanz unter dem Titel „Hilfe bei akuten und chronischen Schmerzen“ vor. Am 22. Februar referiert Silke Lehmeyer zum Thema „Chronischer Schmerz – eine Herausforderung“ und gibt Einblicke in die Klinik für Schmerztherapie. Beide Vorträge finden jeweils um 16 Uhr im Vortragssaal im Untergeschoss des Klinikums statt. Der Eintritt ist frei.

Ein interdisziplinäres Team unter Silke Lehmeyer (sitzend, Mitte) und Dr. Ekkehard Trunk (stehend, 2.v.l.) steht für die ambulante und stationäre Schmerztherapie am Klinikum Ansbach bereit.


Ansbach, 24. Januar 2017