Demenzkranke nicht vergessen

„Im Ansbacher Klinikum sind Sie in den besten Händen“, stellte der 1.Vorsitzende des Fördervereins Hermann Schröter bei seiner Begrüßungsrede aus Anlass der Verleihung des Förderpreises 2016 fest. Um dies in besonderer Weise herauszustellen, ehrt der Förderverein einmal im Jahr engagierte und hochkompetente Mitarbeiter des Klinikums. Das damit verbundene Preisgeld dient der Mit-Finanzierung des jeweiligen Projekts. In diesem Jahr unterstützt der Förderpreis den Ausbau einer speziell auf Demenz ausgerichteten und angepassten Betreuung und Pflege kranker Menschen.

Pflegedirektor Michael Korn stellte das Projekts vor und wies darauf hin, dass aufgrund der demographischen Entwicklung immer mehr Patienten ins Klinikum kommen, die neben ihrer akuten Erkrankung auch an Demenz leiden. Das stelle für die Pflegekräfte eine besondere Herausforderung dar, der sie kompetent begegnen wollten.

Dieser Aufgabe stellte sich die diesjährige Förderpreisträgerin Marion Schindler stellte mit herausragender Sachkenntnis und im besten Sinne zukunftweisend. Die examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerin hat eine Fortbildung als Demenzbeauftragte absolviert und ein Konzept für die Pflege demenzerkrankter Menschen im Klinikum entwickelt. Schwerpunkte sind die Schulung von Mitarbeitern sowie die Beratung von Angehörigen und natürlich die geeignete Pflege der Betroffenen. Für diese Leistung erhielt sie nun den mit 8.000 Euro dotierten Förderpreis. Hermann Schröter, der Initiator des Förderpreises, stellte bei der Übergabe besonders das vorbildliche soziale Engagement der Sparkassenstiftung Ansbach heraus, die den diesjährigen Förderpreis erst ermöglichte. Er machte deutlich: „Ein solch besonderes pflegerisches Angebot, wie wir es dank der Sparkassenstiftung in diesem Jahr fördern können, ist die beste Motivation, um Vertrauen bei den Bürgerinnen und Bürgern zu wecken.“ An Marion Schindler gewandt stellte er fest: „Ihre großartige Leistung ist ein Leuchtturm-Projekt, auf das wir stolz sind und das unser Klinikum in bester Weise ergänzt und voranbringt.“

Marion Schindler dankte bewegt für die hohe Anerkennung ihrer Arbeit. Sie machte dabei deutlich, wie wichtig und notwendig der Ausbau einer guten Demenzberatung sei: „Die Demenzkranken gehören zu unserer Gesellschaft und wir müssen sie auch im Krankenhaus als vollständige menschliche Wesen sehen und behandeln.“ Als Demenzbeauftragte des Klinikums wolle sie betroffenen Patienten und deren Angehörigen in ihrer schwierigen Lebenssituation beistehen, sie fördern und beraten. ANregiomed-Vorstand Claudia B. Conrad hob die hohe Fachkompetenz und das große Engagement von Marion Schindler hervor und dankte Schröter für die Entwicklung des Förderpreises, der einen großen Gewinn für ANregiomed darstelle. Stellvertretender Landrat Stefan Horndasch betonte in seinem Grußwort, wie wichtig die gute Betreuung demenzkranker Menschen sei und sagte seine volle Unterstützung für diese Arbeit zu. Bürgermeister Thomas Deffner hob stellvertretend für die Oberbürgermeisterin die großartige Arbeit von Marion Schindler heraus und dankte dem Förderverein für sein Engagement.

Das Streichquartett des Ansbacher Kammerorchesters unter der Leitung von Norbert Hermann gab der Feier mit virtuosem Spiel einen festlichen Rahmen.

Förderpreis 2016 für Marion Schindler

Die Preisträgerin Marion Schindler (Mitte) empfing den Förderpreis vom 1. Vorsitzenden Hermann Schröter und Glückwünsche von ANregiomed-Vorstand Claudia B. Conrad