Neuer Spezialist für die Urologie

Am 1. September stand ein Führungswechsel in der Urologischen Klinik am Klinikum Ansbach an: Chefarzt Dr. med. Eckhard Göritz übergab nach fast 16 Jahren die Leitung an seinen Nachfolger Dr. (univ.) Monzer Al Mortaza.


Dr. Monzer Al Mortaza ist der neue Chefarzt der Urologie am Klinikum Ansbach.

Dr. Göritz hatte sein Amt als Chefarzt am 1. November 2000 angetreten und verabschiedet sich nun in den Ruhestand. Unter seiner Leitung wurden unter anderem der Laser zur Steintherapie und zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung eingeführt sowie die laparoskopische Operationen an Prostata und Niere etabliert.

„Ich möchte den Patienten am Klinikum weiterhin eine gute und moderne Urologie bieten“, sagt Dr. Monzer Al Mortaza. Der neue Chefarzt ist in Ansbach kein Unbekannter: Bereits 2009 war er hier in der Urologischen Klinik als Facharzt beschäftigt, ehe er eine Stelle als Oberarzt bzw. leitender Oberarzt am Klinikum-Bamberg antrat. Dr. Al Mortaza wurde 1968 im Jemen geboren und ist dort aufgewachsen. Das Medizinstudium absolvierte er an der Medizinschule der Karls-Universität in Prag, wo er auch promovierte und 2004 die Facharztanerkennung als Urologe erhielt. Für dieses Fachgebiet hatte er sich wegen der Vielfältigkeit und der dynamischen Weiterentwicklung entschieden.

Zu der Rückkehr nach Ansbach bewog Dr. Al Mortaza die Möglichkeit, „hier meine eigene urologische Philosophie zur Behandlung der Patienten in der Region auf neuestem Stand zu verwirklichen.“ Konkret bedeutet das, dass Dr. Al Mortaza mit seinem Team beinahe das komplette Spektrum der Urologie abdecken wird. „Besonders wichtig ist es mir, organerhaltend zu arbeiten“, betont Dr. Al Mortaza. Im Bereich der Nierenchirurgie könnten laut pathologischer Statistiken 60 bis 80 Prozent der entfernten Nieren erhalten bleiben. Deutschlandweit werde hier aber nur in circa 30 Prozent der Fälle organerhaltend operiert. „In meiner vorherigen Arbeitsstätte lag diese Zahl immerhin bei 40 bis 45 Prozent. Diesen Weg möchte ich hier auch gehen“, so Dr. Al Mortaza.

Darüber hinaus sollen die laparoskopischen und minimal-invasiven Eingriffe intensiviert werden. „Hierbei geht es beispielsweise um die Entfernung von Harnsteinen oder die operative Behandlung von Prostata und Niere“, sagt der neue Chefarzt. Durch nur drei bis vier Millimeter große Hautschnitte in der Flankenregion werden eine Optik und spezielle Instrumente eingeführt. „Solche Operationen sind besonders schonend, beschleunigen die Heilung und verbessern das kosmetische Ergebnis“, erläutert Dr. Al Mortaza. Des Weiteren möchte der Mediziner die Inkontinenz-, Senkungs- und Nebennierenchirurgie auf diese Art und Weise ausbauen und modernisieren.

Außerdem beinhaltet das Leistungsspektrum unter anderem auch Blasenersatz mit Anschluss an die Harnröhre oder künstlichem Ausgang sowie Harnleiterersatz nach Operations- oder Bestrahlungsschäden. Auch Kinder können am Klinikum Ansbach ambulant urologisch behandelt werden, zum Beispiel bei Vorhautverengung, Hodenhochstand oder Wasserbruch.

„Ich habe mich hier schon gut eingearbeitet“, sagt Dr. Al Mortaza. „Mein komplettes Team – seien es nun die Ärzte, die Pflege oder mein Sekretariat – leistet großartige Arbeit. Auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen hier im Haus und den Niedergelassenen läuft hervorragend. Ich freue mich schon darauf, die Urologie am Klinikum Ansbach zusammen mit allen Beteiligten noch besser zu machen.“

Blumen für den neuen Chefarzt: Pflegedirektor PD Michael Korn, Dr. Monzer Al Mortaza, Vorstand Claudia B. Conrad, Ärztliche Direktorin Dr. Cathrin Böhner und Dr. Eckhard Göritz (von links).