Verbesserte Früherkennung und weniger Nachuntersuchungen

Patientinnen profitieren von neuem Mammographiesystem am Klinikum Ansbach

Dem Radiologischen Institut am Klinikum Ansbach steht seit kurzem ein neues Mammographiesystem zur Verfügung, das aktuell eines der besten auf dem Markt ist. Neben der Diagnostik (2D- und 3D-Mammographie) können mit diesem Gerät auch Gewebeproben von der Brustdrüse entnommen werden.

„Mit minimaler Strahlendosis ermöglicht das digitale Vollfeldmammographiesystem eine zweidimensionale Mammographie sowie Schichtaufnahmen mit einer Dicke von einem Millimeter (3D-Tomosynthese)“, erläutert die Chefärztin des Radiologischen Instituts am Klinikum Ansbach, Dr. Cathrin Böhner. Durch die hohe Auflösung bei maximaler Kontrastwiedergabe sind Mikrokalk und Verdichtungen im Brustgewebe im Vergleich zu bisherigen Aufnahmen mit älteren Geräten wesentlich klarer erkennbar. Die rekonstruierten Schichtaufnahmen sorgen für eine leichtere Beurteilung des Brustgewebes und eine höhere Diagnosesicherheit, indem sie überlagernde Gewebestrukturen ausblenden. „Das Brustgewebe kann so viel besser beurteilt werden, die Erkennungsrate von nicht tastbarem Brustkrebs steigt um bis zu 40 Prozent, gleichzeitig sinkt die Rate an Nachuntersuchungen um bis zu 40 Prozent“ so Dr. Böhner.

Dem Klinikum Ansbach stehen somit erheblich verbesserte Diagnosemöglichkeiten zur Früherkennung und Verlaufskontrolle zur Verfügung. Neben den zweidimensionalen Aufnahmen kann das neue Gerät die Brustdrüse ohne zusätzliche Strahlenbelastung auch dreidimensional gestochen scharf darstellen (3D-Tomosynthese). „Mit Hilfe der Tomosynthese-Bildgebung können auch schwer nachweisbare Läsionen lokalisiert und gezielt biopsiert werden, gleichzeitig verringert sich die Strahlendosis für die Patientin und die Untersuchung geht schneller“, sagt Oberärztin Julia Pichler.

Mammabiopsie

Oberärztin Julia Pichler und die Leitende MTRA Adeltraud Schafhausen (von rechts) entnehmen mit dem neuen Mammographiesystem bei der Patientin eine Biopsie.

Mammographiebilder

Im Vergleich zum alten Gerät (linke Abb.) liefert das neue wesentlich klarere und schärfere Aufnahmen der Brust (rechte Abb.)