Nachfolgesuche für Frauenklinik läuft auf Hochtouren

 

Die Suche nach hochqualifizierten, erfahrenen Fachärzten zum Erhalt und Weiterbetrieb der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Ansbach läuft auf Hochtouren. „Obwohl wir zwei Wochen nach den letzten Kündigungen noch keine endgültige Lösung mit geschlossenen Verträgen präsentieren kön-nen, gehen wir auf Grundlage der geführten Bewerbungsgespräche derzeit da-von aus, dass wir ab Anfang April die Abteilung lückenlos weiterbetreiben können“, erklärt ANregiomed-Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer.
Die Abteilung sei aufgrund ihrer Größe und ihrer vorbildlichen Struktur für Bewerber hoch attraktiv. „Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum sind in der Re-gion bestens etabliert, die Geburtshilfe wird hervorragend angenommen, so Dr. Sontheimer. Am Klinikum Ansbach kamen im vergangenen Jahr erstmals mehr als 1.300 Kinder zur Welt. Auch deshalb sehe er sehr gute Chancen, die vakanten Stel-len schnell nachbesetzen zu können.
Dr. Bernd Hornbacher, Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Ansbach, verlässt das Unternehmen ANregiomed zum 31. März 2020 auf eigenen Wunsch. Mit ihm kehren mehrere Oberärztinnen der Gynäkologie und Geburtshilfe dem Klinikum den Rü-cken.
„Vorstand und Geschäftsleitung bedauern den Weggang“, betont der Anregiomed-Vorstand. Die Nachbesetzung einer Chefarztposition dauere erfahrungsgemäß sechs bis neun Monate, dazu kämen oft noch die Kündigungsfristen der Kandidaten. „Der Weggang weiterer Ärztinnen ist für uns ein besonders herber Verlust. Der ge-meinsame Wechsel gleich mehrerer Ärzte ist im konkreten Fall auch deshalb mög-lich, weil im aufnehmenden Krankenhaus eine ähnliche Situation herrscht und eine komplette Abteilung zu besetzen ist.“