Wirtschaftsplan einstimmig beschlossen

Dr. Gerhard M. Sontheimer plant im ANregiomed-Klinikverbund im kommenden Jahr mit einem Defizit von 9,2 Mio. €. Dies hat der ANregiomed-Vorstand den Verwaltungsräten des Kommunalunternehmens mitgeteilt. In der Sitzung am gestrigen Mittwoch hat Dr. Sontheimer den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr vorgelegt.

„Grundlage für die Erstellung ist die aktuelle Entwicklung von Erlösen und Kosten sowie die Hochrechnung per September 2018“, erklärte Dr. Sontheimer. Insgesamt geht die Planung von einer Verbesserung des operativen Ergebnisses in Höhe von 7,1 Mio. € bei weitgehend stabilen Personalkosten aus. „Ein sehr ehrgeiziges Ziel“, wie der ANregiomed-Vorstand betont. Der Wirtschaftsplan wurde von den Verwaltungsräten einstimmig beschlossen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung hat sich auch der neue Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Klinik Rothenburg vorgestellt. MUDr. Petr Skala ist Facharzt für Chirurgie, Viszeralchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie. Zuletzt war er Leitender Oberarzt am Kreiskrankenhaus Rotenburg a. d. Fulda. Er übernimmt die Position zum 1. Januar von Prof. Dr. Otto Kollmar, der die Abteilung seit Juni übergangsweise geleitet hat und die Klinik zum Jahresende wie geplant verlässt.

Neue Informationen erhielten die ANregiomed-Verwaltungsräte zur aktuellen Situation der Geburtshilfe an der Klinik Dinkelsbühl. „Die Suche nach Frauenärztinnen/-ärzten zur Leitung der Belegabteilung läuft auf Hochtouren“, berichtete ANregiomed-Vorstand Dr. Gerhard M. Sontheimer. Sobald geeignete Bewerber zur Verfügung stehen, kann von Seiten der Klinik das Ausschreibungsverfahren aufgenommen werden. Sofern nicht eine bestehende Praxis die Belegabteilung übernehmen möchte, kann die Kassenärztliche Vereinigung auf Antrag eine so genannte Bedarfsniederlassung ermöglichen. „Dies setzt allerdings das Vorhandensein geeigneter Bewerber voraus. Eine Antragsstellung ‚auf Vorrat‘, ist nicht möglich“, so der ANregiomed-Vorstand. Durch die Prüfung auf Förderfähigkeit im Rahmen des Programms zur Förderung der Niederlassung von Ärzten im ländlichen Raum versuche man, „eine Praxisgründung für Bewerber zusätzlich attraktiv zu machen.“

Aufgrund der außerordentlichen Kündigung der beiden Belegärzte muss die Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe zum 30. Dezember vorübergehend abgemeldet werden, da ein Betrieb ohne Ärzte nicht möglich ist. Die Station bleibt bis zum 3. Januar geöffnet.