Vom Hubschrauber schneller in die Notaufnahme

28. April 2015

Vom Hubschrauber schneller in die Notaufnahme

Der Hubschrauberlandeplatz am Klinikum Ansbach wurde saniert und hat direkten Zugang ins Gebäude

Ansbach. Im Zuge der umfangreichen Baumaßnahmen am Klinikum Ansbach wurde jetzt auch der Hubschrauberlandeplatz im Osten des Hauptgebäudes saniert. Unter anderem erhielt die Landefläche einen neuen Asphaltbelag, und die Beleuchtung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Die Gesamtkosten der Sanierung liegen bei 375.000 Euro. 

Nur etwa 400 der fast 2.000 deutschen Kliniken verfügen über eine nach den Vorgaben des Luftverkehrsgesetzes zertifizierten Heliport. Für andere regelmäßig genutzte Landestellen, wie die am Klinikum Ansbach, müssen nach einer neuen EU-Verordnung „detaillierte flugbetriebliche Verfahren“ festgelegt werden. Nach der Sanierung erfüllt der Landeplatz am Klinikum sämtliche Anforderungen und darf als sogenannte „Örtlichkeit im öffentlichen Interesse“ zur Hilfeleistung bei einer Gefahr für Leib und Leben einer Person angeflogen werden.

Über einen neu angelegten direkten Zugang zum Gebäude können Patienten jetzt auf schnellstem Weg in den Schockraum gebracht werden, wo die weitere Versorgung eingeleitet wird. Bisher war es erforderlich, Patienten erst in einen Rettungswagen umzulagern, um sie über einen Seiteneingang in die Notaufnahme zu bringen. Der zukünftige direkte Weg vom Rettungshubschrauber durch das Untergeschoss des Klinikums ohne Umlagerung verkürzt den Transport deutlich – ein wichtiger Aspekt bei der Versorgung schwerverletzter Patienten, denn hier kann jede Minute entscheidend sein.

Das Klinikum Ansbach als Regionales Traumazentrum ist durch diese Maßnahme jetzt noch besser auf die Erfordernisse der Schwerverletztenversorgung eingestellt. Erst vor kurzem konnte durch die Einstellung des Neurochirurgen Dr. Jörg Schröer das Behandlungsspektrum bei Schädel-Hirn-Verletzungen erweitert werden. Wenn ab Spätsommer der Hubschrauberstandort Sinbronn in Betrieb geht, kann das Klinikum noch häufiger durch Rettungshubschrauber angeflogen werden.




Der sanierte Landeplatz ist technisch auf modernstem Stand und auf direktem
Weg mit dem Schockraum verbunden.
klinik ansbachportrait